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1954 machte Eric die Bekanntschaft zweier Musiker, die für seine spätere Karriere von enormer Bedeutung werden sollten: John Coltrane, Tenorspieler aus Philadelphia und Ornette Coleman, Altsaxophonist aus Fort Wort/Texas. Außerdem begann Eric sich für ein seltsam aussehendes Instrument zu interessieren, mit welchem er später noch die ganze Jazzgemeinde verblüffen sollte und welches anschließend zu seinem Markenzeichen wurde. Dieses Instrument, ein langes, hölzernes, dünnes, an den Enden gebogenes Rohr, mit Klappen und Mundstück, war eine Bass-Klarinette und wurde bisher nur in der Klassischen Musik verwandt. |
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Anfang 1958 begann Erics Karriere sich zu entwickeln. Er wurde Mitglied in Chico Hamiltons Quintett und konnte so seine Vielseitigkeit und Virtuosität auch vor einem großen Publikum unter Beweis stellen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Beim traditionellen Newport-Jazz-Festival im Sommer 1958 kam er gut an und auch die versammelte Riege der Jazzkritiker berichtete wohlwollend bis positiv. |
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In der Zeit von April 1958 bis Oktober 1959 war Eric Dolphy an neun (!!!) Schallplattenaufnahmen für Hamilton beteiligt. Trotz des Erfolges verließ Eric die Band gegen Ende des Jahres 1959 und stieg, nach einem kurzen Gastspiel in der Big Band von Sammy Davis Jr., bei Charles Mingus ein. Mingus wurde neben John Coltrane zum wohl wichtigsten musikalische Bezugspunkt für Eric. |
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Mingus liebte Eric Dolphy, nicht den genialen Instrumentalisten, sondern auch den warmherzigen, noblen Menschen und gab ihm die nötigen Entfaltungsspielräume. Mit der Verpflichtung von Eric Dolphy, das wusste Mingus genau, hatte er seine Band um einen Jahrhundert-Virtuosen bereichert, der auch einem Charlie Parker in nichts nachstand. Im Mai 1960 fand die erste Aufnahmesession mit Eric statt. Pre-Bird ist eine Art Hommage an Duke Ellington, mit dem Ziel, die Musik des Duke in die Sprache des modernen Jazz zu übersetzen. Am Besten hört man sich einfach Erics (dessen Job hier wohl die in die Rolle des Johnny Hodges war) Altsaxophonspiel an, welches zwar eindeutig modern ist, aber immer den Klangfarben von Hodges entspricht. |
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Im Sommer des Jahres spielte die Band in Europa und veröffentlichte den Mitschnitt ihres Konzertes beim Festival in Antibes. Im Herbst folgten Aufnahmen für Mingus' Independent-Label Candid: "Charles Mingus Presents Charles Mingus" und "Mingus". Auf beiden Aufnahmen können wir einige der wohl besten Solistischen Leistungen der Jazzgeschichte hören. Besonders zu erwähnen ist hier sicherlich Erics Alto-Solo im Harold Arlen Klassiker Stormy Weather. Anschließend verließ Eric die Band (kehrte aber 1962 wieder zurück). |
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Ende der 50er Jahre befand sich der Jazz wieder einmal im Umbruch. Nachdem der Be Bop, zumindest aus kunsthistorischer Sicht, den Swing ablöste, sich während der 50er Jahren in Hard Bop und Cool Jazz verwandelte, Miles mit "Kind Of Blue" sein modales Konzept zur Vollendung brachte, gar Konzepte der klassischen Musik eingeführt wurden (Third Stream), war die Zeit wieder reif für eine neue Avantgarde, deren bedeutendsten Protagonisten Ornette Coleman, John Coltrane und Eric Dolphy waren. |


