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Im November stieß Eric wieder zum John Coltrane Quintett bzw. Sechstett. Vom 2. bis 5. November gastierten sie in New York im Village Vanguard und schrieben erneut Jazzgeschichte. Das Gastspiel liegt seit einigen Jahren als "The Complete 1961 Village Vanguard Recordings" auf CD vor. Anschließend gastierte er mit Coltrane wieder in Europa. Auch diese Tournee ist umfassend dokumentiert. Nach der Heimkehr aus Europa gastierte Dolphy im Februar 1962 mit dem Coltrane Quintett im New Yorker Birdland. Danach folgten Aufnahmen mit Pony Poindexter, Benny Golson und John Lewis, bis er sich im Herbst am berühmten "Town Hall Concert" des Charles Mingus Orchesters beteiligte. |
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Eric Dolphy wurde einfach nicht müde. Er spielte und spielte, als wäre er sich sicher, dass ihm nicht genug Zeit blieb, um alle seine Vorhaben zu realisieren. Er kannte keine musikalischen Grenzen, seine Plattentitel "Outward Bound" und "Out There" waren scheinbar sein das Motto für seine Arbeit. 1962 spielte er wie schon erwähnt mit Coltrane und Mingus, nahm aber auch Latin-Jazz Alben auf oder ordnete sich den musikalischen Konzepten eines Benny Golson unter. |
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Aber auch völlig andere Ansätze waren ihm nicht fremd. So interpretierte er beispielsweise Kompositionen von Edgar Varèse und wurde Mitglied des Orchester USA von Günter Schuller und John Lewis, die den Versuch unternahmen eine Synthese aus klassischer Musik, Jazz und Avantgarde herzustellen. Nebenher erweiterte er kontinuierlich seine eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, spielte frei bis atonal, aber immer auf dem höchsten solistischen Niveau. |
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Was die Aktivitäten Eric Dolphys betrifft könnte ich die Aufzählung von Recording-Sessions und Tourneen munter fortsetzen, der Mann war wirklich hyperaktiv, doch ist es sicherlich interessanter, seine Kunst zu genießen. Deshalb überspringe ich an dieser Stelle einfach einen großen Stapel durchaus erwähnenswerter CD's und konzentriere mich auf den Schlussakkord. |
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Nach diversen Aufnahmen als Sideman und einer Einspielung unter eigenem Namen wechselte Eric Anfang 1963 erneut zu Charles Mingus. Wahrscheinlich waren die Mingus Ensembles am ehesten so etwas wie eine musikalische Heimat für Eric. Trotz seiner anhaltenden Suche, dem Ausloten von Grenzen, der fortwährenden Erweiterung von solistischen Maßstäben, landete er letztendlich immer wieder bei Charles Mingus. Seine Aufnahmen mit Mingus, gleich ob Live oder im Studio produziert, waren ausnahmslos bedeutende Beiträge zur afroamerikanischen Kultur des 20ten Jahrhunderts. |
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Neben "The Black Saint & The Sinner Lady", "Mingus, Mingus, Mingus" und "Mingus At Town Hall With Eric Dolphy" möchte ich dem geneigten Hörer sämtliche Mitschnitte der Europatournee des Jahres 1964 aufs Wärmste empfehlen. Mingus sagte über diese Zeit, dass Erics Klang so monumental war, wie der von Charlie Parker, dass sie eigentlich immer ein Zwiegespräch durch ihre Instrumente führten und dass es eine Lust war, mit Eric zu spielen. Das sind wahrlich große Worte aus dem Mund eines Mannes, der auch schon mal einen seiner Musiker verprügelt hatte. |


